Update zum Salon de la Critique

ACHTUNG folgende Veranstaltung findet NICHT am 21.06. sondern am 22.06. um 20.00 Uhr im Ikuwo (Goethestraße 1, 17489 Greifswald) statt:

Dias de lucha, Dias de Luto – Unter dem Plastik der Strand

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Interbrigadas e.V. und der Regisseurin Aline Juárez

Auf der letzten Reise des Berliner Vereins Interbrigadas e.V. zur
Basisgewerkschaft SOC-SAT in das Plastikmeer von Almería ist der Film „Días de Lucha, Días de Luto – Unter dem Plastik der Strand“ entstanden.
Die Gewerkschaft arbeitet in Andalusien mit vor allem migrantischen TagelöhnerInnen zusammen, die unter widrigsten Bedingungen einen Großteil des Gemüses produzieren, das wir täglich in europäischen Supermärkten kaufen und kosumieren.
Die ArbeiterInnen leiden massiv unter dem kapitalistischen Ausbeutungsverhältnis und sind zugleich Opfer rassistischer Übergriffe seitens der spanischen Mehrheitsgesellschaft
und ihrer Institutionen. Zu Beginn ihres einmonatigen Aufenthalts in Almería lernten die Brigadist*innen 22 Arbeiter*innen kennen, die aus einem Gewächshausbetrieb entlassen wurden. Sie wurden auf die Straße gesetzt, weil sie sich zuvor mit Hilfe der Gewerkschaft gegen ihre präkeren Arbeitsbedingungen erfolgreich zur Wehr setzten. Die Brigadist*innen begleiteten und unterstützten den Arbeitskampf der 22 und bauten eine innige, solidarische Beziehung zu ihnen auf. Im Zentrum des Films stehen zum einen die 22 Arbeiter*innen und der tragische
Todesfall des Marokkaners Hamid M., der bei einer Polizeikontrolle ums Leben kam.

Im Anschluss an den Film wollen wir mit euch über die Produktions- und Beschäftigungsbedingungen der LandarbeiterInnen und die Perspektiven des Widerstands ins Gespräch kommen. Wir wollen diskutieren was wir hier in
Deutschland konkret tun können, um gemeinsam für eine Veränderung der menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen in Almería einzustehen.

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Do you care?

Redebeitrag der Gruppe Defiant

Als Kampftag der Arbeit ist der 1. Mai ein festes Datum organisierter Proletarier_innen. Die popularisierten Themen reichen vom gewerkschaftlichen Kampf für bessere Bedingungen am Arbeitsplatz bis zur Dekonstruktion der Warengesellschaft und dem Streben nach ihrer Überwindung. Im Fokus liegt dabei allerdings selten die Arbeit, die die Arbeitskraft und das Soziale insgesamt reproduziert. Gemeint sind alle Tätigkeiten der personenbezogenen Selbst- und Fürsorge, auch Sorgearbeit oder kurz Care genannt. Dazu zählen Arbeiten im Haushalts- und Wohnbereich, Pflege, Gesundheitswesen, Erziehung/Bildung, Assistenz sowie Sexarbeit. Obwohl sie essentielle Bestandteile jeder Gesellschaft sind, gilt Sorgearbeit als unproduktiv und nicht wertschöpfend, weil sie keinen Warenwert erzeugt, sondern der Gewinn in scheinbar außerökonomischen Werten wie Zufriedenheit und sozialem Zusammenhalt besteht. Menschliche Bedürfnisse spielen im Kapitalismus eben nur insofern eine Rolle, als sie für die Herstellung einer flexiblen, leistungsstarken, gut einsetzbaren Arbeitskraft von Bedeutung sind. Dabei sind alle Menschen in hohem Maße z.B. in der Kindheit oder bei Krankheit, aber auch im Alltag auf Unterstützung anderer angewiesen.

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Häuser denen, die drin wohnen

Redebeitrag der STRAZE

Liebe Anwohner_innen, liebe Greifswalder_innen und alle, die mit uns heute, am Internationalen Kampftag der Arbeiter_innen, auf der Straße sind. Dieser Tag heute hat eine lange Tradition – seit Menschen angefangen haben sich gegen ihre Ausbeutung aufzulehnen, seit Menschen angefangen haben sich ihre rechte am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft zu erkämpfen, seit Menschen sich, ob arbeitend oder nicht, für eine gerechtere und freiere Gesellschaft einsetzen – gegen den Kapitalismus mit seiner Profitgier und Verwertungslogik.
Zu ihren Errungenschaften können die Beschränkung der Arbeitszeit, Recht auf Urlaub, Krankenversicherung, Rente, aber auch die noch immer nicht abgeschlossene Gleichstellung von Mann und Frau, sowie das Recht auf Bildung gezählt werden. Wir haben heute schon gehört, wie beschwerlich der Kampf schon immer war. Er hat viele Opfer gefordert und wird vielleicht nie vorbei sind.

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Pressemitteilung zur heutigen 1. Mai Demo

Am heutigen 1. Mai versammelten sich am Greifswalder Südbahnhof 250 Menschen für die von der Antifagruppe Defiant organisierten Demo unter dem Motto „Zukunft statt Profite“ .
Während die Teilnehmer_innen nach und nach eintrafen, wollten es sich zwei Zivilbeamte der Mobilen Aufklärung Extremismus (MAEX) nicht nehmen lassen, sich unter die Masse mischen. Einige Antifaschist_innen stellten diese zur Rede, was die Beamten sichtlich beunruhigte und sie zu fadenscheinigen Ausreden zwang. Letztlich entfernten sich diese und die Demo konnte Aufstellung nehmen.
Nach den einführenden Grußworten folgte ein erster Redebeitrag u.a. zur Rolle der Jobcenter im System Kapitalismus. Es wurde zur Sprache gebracht, dass nicht angebliche „Schmarotzer“ oder Arbeitslose das Problem in unserer Gesellschaft sind, sondern vielmehr fehlende Solidarität und das Abspeisen der „Armen“ mit HartzIV und unwürdigen Jobs. Nach diesen inhaltlichen Beiträgen setzte sich der Demozug in Bewegung. Durch die Hertzstraße und den Ernst-Thälmann-Ring schallte lautstark „Wir wollen Zukunft statt Profite, hoch mit dem Lohn und runter mit der Miete!“. Am Einkaufszentrum im Thälmann-Ring folgte eine historische Einordnung des 1. Mai, insbesondere die faschistische Vereinnahmung dessen, sowohl in der Vergangenheit als auch Gegenwart. Unter lauten Sprechchören zog es die Demo immer weiter in das Herz von Schönwalde. Am Stadtteilzentrum „Schwalbe“ stieß ein Redebeitrag zum Thema „sozialer Wohnungsbau in Greifswald“ auf großes Interesse, sowohl in den Fenstern als auch auf der Straße. Insbesondere die zunehmende Entmischung in Greifswald, dürften viele Anwohner_innen bereits am eigenen Leib erfahren haben. Während die Innenstadtmieten konstant steigen und neuer Wohnraum selten bezahlbar ist, muss man in Schönwalde und dem Ostseeviertel nehmen, was man bekommt.
Während „Hoch die internationale Solidarität“ von den Wänden der Plattenbauten widerhallte, zog es die AktivistInnen über die Makarenko- und Anklamer Straße zum Universitätsklinikum.
Hier folgte ein Redebeitrag zur Situation der Care-Arbeit. Ob nun steigende Arbeitsbelastung bei gleichem Lohn oder die Behandlung kranker Menschen als profitable Einnahmequelle, Arbeitnehmer_innen im Bereich der Sorge- und Reproduktionsarbeit stehen enorm unter Druck und werden oftmals an die Grenze ihrer Belastbarkeit getrieben. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar!
Auf dem letzten Stück der Demonstration zur Europakreuzung spielten einige Hausbewohner_innen, die sich solidarisch mit der Demo zeigten und gerade selbst mit ihrem Vermieter streiten, für die anwesenden Demonstrant_innen „Bella Ciao“, wofür sich diese mit lautstarkem Jubel bedankten. Die Abschlusskundgebung fand auf der Europakreuzung statt, wo die Aktivist_innen der Basisgewerkschaft IWW Rostock sich mit einem ausführlichen Redebeitrag an die Anwesenden wandten und diese ermutigten, sich Abseits der großen Gewerkschaften wie DGB und Verdi zu organisieren und zu wehren.
Die Demoteilnehmer_innen bewegten sich anschließend in Richtung Marktplatz, wo das Kulturfest des Bürgerbündnisses „Greifswald für alle“ unter dem Motto „Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit“ stattfand.

21

Tag der Vielfalt

14.04. – Aktionstag mit Demo und Konzert in Stralsund

Der Aktionstag, der durch das Bündnis „Tag der Vielfalt – gemeinsam gegen rechte Gewalt – mehr Jugendarbeit in Stralsund“ geplant wird, beginnt um 14:00 Uhr mit einer Demonstration in der Bahnhofstraße und wird am Abend auf dem Neuen Markt mit einem Rockkonzert ausklingen. Ab 15:00 Uhr treten dort mehrere Bands und Redner verschiedener Organisationen auf. Zudem gibt es ein kreatives Kinderprogramm und Infostände mitwirkender Organisationen. Neben “Kein Bock auf Nazis” unterstützt auch der Präventionsrat Vorpommern-Rügen die Aktion.

Nun wurden durch die Initiative Vereint für Stralsund Gegenaktionen angemeldet. “Wir haben damit gerechnet, dass es zu Gegenaktionen kommen kann – wie im Januar 2016, wo eine Mahnwache von Rock gegen Rechts Stralsund gestört wurde”, so Jens Knoop, der Sprecher von Rock gegen Rechts Stralsund e.V.. “Darüber haben wir Polizei und Versammlungsbehörde schon mit Beginn der Planung informiert, dass wir mit derartigen Reaktionen rechnen”.

Das Bündnis lässt sich durch die Gegenversammlung nicht entmutigen: schon in der Vergangenheit hat sich Rock gegen Rechtsfür demokratische Bündnisse und Aktionen in der Hansestadt erfolgreich eingesetzt.

Deshalb: Samstag nach Stralsund kommen, auf die Straße gehen für die Stärkung der Jugendarbeit und gemeinsam gegen rechte Gewalt!
Vereine, Träger und andere Personen, die sich auf der Kundgebung oder an der Demonstration beteiligen möchten, können das Bündnis per e-Mail erreichen (aktionstag@systemausfall.org) .

weitere Infos unter: www.rockgegenrechts.de

12.03.2018 AFD-Demonstration verhindern!

Seit geraumer Zeit wird im Rostocker Stadtteil Evershagen um einen
Gebetsraum für die Islamische Gemeinde gestritten. Genau diesen
Stadtteil haben sich nun AFD und Pegida für die erste von bisher zwei
angemeldeten Demonstrationen ausgesucht. Am Montag den 12.03.2018 wollen
sie gemeinsam unter dem Motto „Islamisierung stoppen“ ihre Hetze auf die
Straße tragen. Zu erwarten sind
Faschisten aus dem ganzen Bundesland, wenn nicht sogar darüber hinaus.

Antifaschistische Strukturen aus Rostock werden sich den Nazis
entschlossen in den Weg stellen. Wir aus Greifswald sehen uns in der
Pflicht, dieses vorhaben solidarisch und mit allen Mitteln zu
unterstützen und rufen alle Menschen dazu auf am Montag nach Rostock zu
fahren, um deutlich zu machen, dass Dinge wie Rassismus, Sexismus,
Homophobie und Religionsfeindlichkeit in unserer Welt keinen Platz haben.

Macht euch am Montag auf den Weg nach Rostock und lasst uns gemeinsam
ein Zeichen gegen Hass und Menschenfeindlichkeit setzen.

Stay True, Stay Antifascist!

Treffpunkt in Rostock: 18 Uhr auf dem Parkplatz am Lidl in der
Maxim-Gorki-Straße (Rostock-Evershagen)