Zivilcourage = Bildung einer kriminellen Vereinigung?!

„Der heutige Tag ist ein guter Startschuss für die kommenden Wochen und Monate, denn der Kampf gegen die Neonazis braucht das gemeinsame Zusammenhandeln aller und viel Ausdauer.“ so weit das abschließende Resümee zur Demonstration vom letzten Samstag in Greifswald unsererseits. Und tatsächlich sind antifaschistisches Engagement und das gemeinsame Zusammenhandeln aller spätestes im Februar schon wieder gefragt, wenn es erneut darum geht, den Neonazis und ihrem Geschichtsrevisionismus in Dresden Steine in den Weg zu legen. Bereits zwei aufeinanderfolgende Jahre ist es nun schon gelungen Europas größten Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Die Entschlossenheit tausender Menschen und die Mittel des zivilen Ungehorsams machten es möglich.

Wir werden uns weiterhin bei Versuchen der Kriminalisierung solidarisch zueinander verhalten. so weit das Grundverständnis des Bündnis „Dresden – Nazifrei“.

Das es sich hierbei nicht nur um eine gern gelesene Floskel, sondern um eine Notwenigkeit handelt, verdeutlichen die Bemühungen der Kampagne „Hundertneunundzwanzig e.V.“ die sich mit den, seit Anfang 2010 geführten Ermittlungsverfahren, nach §129 („Bildung einer kriminellen Vereinigung“) befasst. Mittels Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) und der Ermittlung von Bewegungsprofilen durch die Erfassung von Geokoordinaten, wurden diese gegen 44 Personen in und um Dresden eröffnet. Spätestens die Razzien vom 19. Februar 2011 im „Haus der Begegnung“ und in den Vereinsräumen des „Roter Baum e.V.“ richteten sich jedoch nicht mehr „nur“ gegen die Personen im Ermittlungsfokus, sondern gegen das gesamte Bündnis „Dresden Nazifrei“.

Unter Einbeziehung des allgemeinen politischen Klimas in Sachsen und daraus resultierenden Repressionen möchte die Kampagne „Hunderneunundzwanzig e.V.“ nun auch in Greifswald halt machen und euch informieren.

Die Rote Hilfe Greifswald lädt heute deshalb alle Interessierten ins IKuWo ein. Los geht’s um 20.00 Uhr.

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