No Border – No Nation

Solidaritätskundgebung für Ali Reza Samadi in Rostock

In der Nacht vom 6. zum 7. Juni 2012 wurde Ali Reza Samadi, der im September 2010 im Erstaufnahmelager in Nostorf/Horst 10 Tage im Hungerstreik war, aus dem Rostocker Flüchtlingslager in der Satower Straße nach dem Dublin-II-Verfahren nach Norwegen abgeschoben.
Ihm blieben 15 Minuten um sich unter Aufsicht der Beamt_innen umzuziehen, die Mitnahme privater Sachen wurde ihm verweigert. Weder ihm noch anderen Anwesenden war es gestattet, seinen Anwalt oder andere Personen zu kontaktieren.
In Norwegen muss er mit einer baldigen Abschiebung in sein Herkunftsland, Afghanistan, rechnen.
Die Behörden setzten sich bewusst über ein medizinisches
Gutachten hinweg, welches dem Betroffenen eine Reiseunfähigkeit und akute Suizidgefahr attestierte. Damit nahmen die Behörden fahrlässig einen möglichen Suizid in Kauf.
Die Verantwortung für die widerrechtliche Abschiebung liegt zum einen beim Leiter des Landesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nostorf/Horst, Wolf-Christoph Trzeba, und zum anderen beim Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes Rostock, Dr. Thomas Leyk, der einer Abschiebung trotz vorliegender Abschiebehindernisse, zugestimmt hat.

Wir fordern die sofortige Rückführung von Ali Reza Samadi nach Deutschland!

Wir fordern die Aufklärung darüber, wie es in den verantwortlichen Behörden zu dieser widerrechtlichen und fahrlässigen Entscheidung kommen konnte!

Wir fordern ein bedingungsloses Bleiberecht!

Kommt zur Kundgebung am Donnerstag, 14.6., um 16 Uhr vor dem Gesundheitsamt (Paulstr. 22) in Rostock!

(Quelle: Antirassistische Initiative Rostock)

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