Wenn wegschauen tötet

Vortrag und Gesprächsrunde zum NSU mit Katharina König und Richard Goldstein

Als am 4.November 2011 Schüsse in einem Wohnmobil fielen, ahnte wahrscheinlich niemand, dass damit der Weg einer rechte Terrorgruppe ein Ende nahm. Seitdem versuchen politische Gremien, Journalist_innen aber vor allem Antifaschist_innen das Geschehene zu erfassen und aufzuklären.

Katharina König und Richard Goldstein wollen nicht nur über diese 13 Jahre des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ reden. Sie wollen eine Situation in Ostdeutschland aufzeigen, in welcher rechte Netzwerke entstehen konnten aus denen diese Mordserie resultiert. Sie wollen über das politische Versagen und die Konsequenzen sprechen.

Katharina König ist Mitglied des Thüringer Landtags und im NSU Untersuchungsausschuss. Seit 1990 lebt sie in Jena und beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre mit der Thüringer Neonazi-Szene. Als junge Antifaschistin erlebte sie das „NSU-Trio“ u.a. in Jena.

Richard Goldstein setzt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der sächsischen Neonaziszene auseinander. In den letzten Monaten traf er vermehrt Antifaschist_innen, welche in den 90er Jahren unter den NSU-Unterstützer_innen in Sachsen und Thüringen leiden mussten und begleitete die Aufarbeitung des NSU.

25. Oktober 2012
19.00 Uhr
IKuWo (Goethestraße 1)

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: