„Unsere Bücher sind also verbrannt“ (Kurt Tucholsky)

Pressemitteilung vom 10.05.2013

Am heutigen Tag setzten engagierte Antifaschist_innen ein Zeichen wider das Vergessen. Anlässlich der 80. Jährung der Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten wurden gegen 10.00 Uhr entlang der Langen Straße Schilder mit Namen damals verbotener und verfolgter Autor_innen und deren verbrannte Bücher aufgestellt. Auch der Greifswalder Marktplatz war am 10.05.1933 Schauplatz der Bücherverbrennungen, organisiert durch die Studierendenschaft im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“. Zehntausende Bücher die hier und in vielen anderen Städten in Flammen aufgingen stellten, so kurz nach der Machtergreifung, bereits einen ersten traurigen Höhepunkt einer organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller_innen dar.

Erich Maria Remarque, Erich Kästner, Bertolt Brecht, Max Brod, Anna Seghers, Franz Kafka, Egon Erwin Kisch, Stefan Zweig, Kurt Tucholsky, Sigmund Freud, Franz Jung, Johannes R. Becher, Albert Einstein, Maxim Gorki, Rahel Sanzara, Adelheid Popp, Clara Zetkin, Larissa Reissner, Anna Siemsen, Ernest Hemingway…

„Zwar sind dies bei weitem nicht alle Namen der verfemten Autor_innen, bedauert Katharina Lang, Pressesprecherin der antifaschistischen Gruppe Defiant, da es in Greifswald jedoch weder eine Gedenktafel noch andere Hinweise auf die Ereignisse vom 10.05.1933 gibt, wollten wir Passant_innen in der belebten Einkaufsstrasse Greifswalds heute zum aktiven Gedenken auffordern – unsichtbares sichtbar machen!“

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