Demonstration nach Suizid und erzwungener Abtreibung im Erstaufnahme- und Abschiebelager

In Eisenhüttenstadt hat sich gestern ein Flüchtling das Leben genommen. Juma (25) kam aus dem Tschad, über Italien nach Deutschland. In dem Lager in Eisenhüttenstadt lebte er seit 2 Monaten. Im Lager in Eisenhüttenstadt erhielt er wie die anderen auch keine Beratung über sein Asylverfahren und keine medizinische und psychologische Versorgung. Morgen hätte er nach Italien abgeschoben werden sollen, Ein sog. Dublin-II-Fall. Juma sah offenbar angesichts der noch viel schlimmeren Bedingungen für Flüchtlinge in Italien und einer möglichen weiteren Abschiebung in den Tschad keinen anderen Ausweg als den Freitod gesehen.

Das Lager fungiert als Erstaufnahme- und Abschiebelager in Brandenburg. Neben den grundsätzlich unmenschlichen Bedingungen in diesem Isolationslager wurde am Wochenende zudem ein Fall einer erzwungenen Abtreibung bekannt, um die betreffende Frau plus Familie abschieben zu können.
Für den kommenden Montag rufen Flüchtlinge aus dem Lager und antirassistische Gruppen aus Berlin zu einer Demo zum Gedenken an Juma und gegen das Lager in Eisenhüttenstadt auf.

Anreise für die Demo am 3.6. aus Berlin: Montag, 13:00 Uhr, Ostbahnhof, Gleis 2

Demostart: Mo. 03.06.2013 16:00 Uhr
/ vor der Ausländerbehörde (Poststraße 72)

Hier findet ihr den Aufruf.

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