Kein Vergeben, kein Vergessen

Solidaritätsaktion in Gedenken an Clément Méric

Am Mittwoch, den 05.06. verstarb der 18-Jährige Antifaschist Clément Méric aus Paris nach einem Angriff dreier Mitglieder der „Jeune Nationaliste Révolutionnaire“.
Er starb, weil er sich nicht mit bestehenden Verhältnissen abfinden wollte, sondern sich aktiv gegen Unterdrückung und reaktionäre Kräfte wehrte. Auch in Greifswald gab es nun eine Solidaritätsaktion engagierter Antifaschist_innen, die an Clement erinnern wollten.

Die momentane Diskussion um den Gesetzesentwurf zur >>Ehe für alle<< führte in Frankreich zu enormen Protesten, zehntausende Gegner_innen gingen auf die Straße. Unter ihnen viele ältere, gutsituierte pariser Bürger_innen, aber auch Großfamilien, Studierende und Ehepaare mit Babys in Kinderwagen – „Made by Mama and Papa“. Wieder schließen sich rechtspopulistische sowie konservative Parteien mit Neonazis, diesmal im Rahmen der Bewegung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zusammen, was dazu führt, dass sich Rassimus, Homophobie und Hetze gegen Linke in Gewalt ausdrücken.

In diesem momentanen politischen Kontext, der nicht nur idealen Nährboden für nationalsozialistische Propaganda und autoritäre Kritik in der Gesellschaft bietet, sondern indem gewalttätige homophobe Aktionen an der Tagesordnung stehen, war die pro-queere Aktivität Clements‘ von großer Bedeutung. Unsere Solidarität gehört daher auch den Menschen, die alltäglich auf Grund bestehender geschlechtlicher Rollenerwartungen in ihrer individuellen Selbstentfaltung eingeschränkt werden.

Gegen Homophobie, Sexismus und Heteronormativität!
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

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