Greifswald und der 9. November 1938

Vortrag aus unserer Reihe “Salon de la Critique“ am Donnerstag

Bereits im letzten Semester haben wir mit einem Vortrag den Blick auf die Geschichte der Hansestadt Greifswald gerichtet. Wer bei der Veranstaltung zur “Befreiung Greifswalds“ dabei gewesen ist, weiß wie spannend das war. Diesen Donnerstag werden wir den anstehenden 9. November zum Anlass nehmen uns mit dem Ort in dem wir leben, in Bezug auf dieses besondere Datum, auseinanderzusetzen.

Der 9. November 1938 gilt als wichtiges Datum der jüngeren Geschichte und stellt einen der Meilensteine auf dem Weg zum Holocaust dar. Von den Nazis als spontaner “Ausbruch des Volkszorns“ inszeniert, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden in der nationalsozialistischen Einflusssphäre. Unzählige jüdische Geschäfte wurden angegriffen und 1.400 Synagogen zerstört. 400 Menschen fielen den Ereignissen unmittelbar zum Opfer und 30.000 Jüdinnen und Juden wurden im Zusammenhang mit der “Reichskristallnacht“ in Konzentrationslager deportiert. Bei alledem bleiben diese Zahlen nicht selten abstrakt. Grund genug sich die Ereignisse im November 1938 in der Region und insbesondere in Greifswald anzusehen. Seid herzlich willkommen zu einem Vortrag, der sich auch mit den Tatorten vor unseren Haustüren befassen wird.

07.11.2013
20.00 Uhr
IKuWo (Goethestr. 1)

ab 19.00 Uhr wird es die Mobi-Veranstaltung zu Friedland geben, also seid ruhig schon eine Stunde früher da.

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