Schon vergessen?

Mord an Eckard Rütz jährt sich zum 13ten mal

In der Nacht vom 24. zum 25. November 2000 wurde Eckard Rütz in Greifswald von 3 Neonazis zu Tode geprügelt. Die Täter rechtfertigten ihren Mord mit sozialchauvinistischen Argumenten. Dieser, und der Mord an Klaus Dieter Gerecke knapp ein halbes Jahr zuvor lösten in Greifswald einen “Aufschrei der Anständigen” aus, der jedoch nach kurzer Zeit wieder versiegte. Es dauerte insgesamt sieben Jahre bis dem Opfer, Eckard Rütz, und dieser brutalen Tat ein Gedenkort eingeräumt wurde. Dies geschah nicht etwa auf Initiative der Stadt sondern durch die Arbeit des antifaschistischen Bündnisses “Schon vergessen?”, das sich anlässlich seines 6. Todestages gründete und mit viel Kraft und Kreativität die Gedenksteinlegung letztendlich realisierte. Der Gedenkstein für Eckard Rütz auf dem Vorplatz der Mensa am Schießwall wurde schließlich im Herbst 2007 gelegt.

Gedenkveranstaltung und Film “Keinen Tag soll es geben“

Auch in diesem Jahr lädt das Bündnis “Schon vergessen?“ zu einer Gedenkveranstaltung um 17 Uhr auf den Vorplatz der Mensa am Schießwall ein.
Außerdem wird am 21.11.2013 im Rahmen des “salon de la Critique“ der Film “Keinen Tag soll es geben“ gezeigt:

Zehn Jahre nach einem Fernsehbericht für das Weihnachtsprogramm über Obdachlose in Rostock geht das gleiche Filmteam wieder durch die Hansestadt. Es beginnt eine spannende Suche nach den obdachlosen Männern und Frauen, die zehn Jahre zuvor offen über ihren Existenzkampf auf der Straße vor der Kamera gesprochen hatten. Wie sie mit dem Ende der DDR Arbeit und dann Wohnung verloren, ihre Angst vor Überfällen, weshalb sie den Filmleuten auch nicht verrieten, wo in der Stadt sie sich nachts verkriechen.

21. November | 20 Uhr | IKuWo (Goethestr. 1)
Film: “Keinen Tag soll es geben“
25. November | 17 Uhr | Mensavorplatz
Gedenkveranstaltung

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