Verhandlung gegen Greifswalder Nazikader

Wir Unterstützen den Aufruf von “Greifswald nazifrei“ und fordern euch auf, am kommenden Dienstag vor das Amtsgericht in Greifswald zu kommen. Hier der Aufruf des Bündnisses:

Unsere Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt! Auf in die zweite Runde: Neuer Termin für die Verhandlung gegen den Greifswalder Nazikader Marcus G. am 15. April 2014

Am Dienstag den 15.04. um 9:00 findet im Amtsgericht Greifswald der zweite Verhandlungstermin im Prozess gegen den Greifswalder Nazi Marcus G. Statt. Da sich der Angeklagte zum ersten Verhandlungstermin krank meldete, rufen wir zum kommenden erneut zur Solidarisierung mit Opfern rechter Gewalttaten auf. Ihm wird vorgeworfen am 29.07.2013 am Rande einer NPD-Kundgebung einen Gegendemonstranten mittels eines Tritts verletzt zu haben. Mehrere Augenzeug*innen und ein Video des Vorfalls könnten zu einer Verurteilung wegen Körperverletzung führen.

Der Vorfall im Sommer letzten Jahres ist nur ein Beispiel für rechte Übergriffe und stellt keine Seltenheit dar. Wie weit Nazis gehen zeigte sich in den letzten Monaten nur zu deutlich. Dabei wird ersichtlich, dass Gewalt keine Randerscheinung, sondern integraler Bestandteil rechtsradikaler Aktivität ist. Wenn Menschen nicht-deutscher Herkunft und Andersdenkende per se als Weniger betrachtet werden, ist es kein großer Schritt Gewalt gegen diese als Legitim anzusehen.

Marcus G. studiert in Greifswald, mimt in der Öffentlichkeit oft den friedlichen Nationalisten und gilt als Führungsfigur der lokalen Naziszene. Denn er und seine Kameradschaft „NSG“ (Nationale Sozialisten Greifswald) wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Sachbeschädigungen und Gewalttaten gegen Antifaschist*innen in Verbindung gebracht. Trotz vieler Indizien konnten diese Taten jedoch nie zweifelsfrei bewiesen werden. Die anstehende Verhandlung stellt keinen Einzelfall dar, vielmehr werden in nächster Zeit weitere Gerichtsprozesse gegen Nazis erwartet.

Wieder rechnen wir damit, dass Kamerad*innen von Marcus G. an der Verhandlung teilnehmen wollen. Da Einschüchterungsversuche ihrerseits wahrscheinlich sind, ist es wichtig, dass wir das Opfer und Zeug*innen unterstützen.

(Quelle: Greifswald nazifrei)

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