Kein Schlussstrich

25.02.2021 – auch in Greifswald soll Mehmet Turgut und allen anderen NSU-Opfern gedacht werden

„Überlebende des NSU-Terrors gingen mutig an die Öffentlichkeit um aufzuklären und Antworten zu finden auf das unerträgliche Leid, dass ihnen angetan wurde – von Neonazis, Beamt*innen und all denen, die nicht zugehört hatten und sie damit zu Täter*innen machten. Antirassistische Initiativen knüpften Kontakt zu ihnen und trieben die Suche nach Antworten und Rehabilitation Seite an Seite voran. Engagierte Vertreter*innen der Nebenklage thematisierten im Verfahren unermüdlich die gesamte Bandbreite des NSU-Komplexes, betonten Lücken und Leerstellen im Prozess und leisteten wertvolle Aufklärungsarbeit. Das alles, zusammen mit den investigativen Recherchen von Journalist*innen, wissenschaftlichen Kontextualisierungen und den vielen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem NSU-­Komplex sind die Gründe dafür, warum klar ist: Einen Schlussstrich kann und darf es nicht geben.“


(Patrycja Kowalska (Sprecherin der Kampagne Kein Schlussstrich)


In Rostock organisiert die Initiative Mord verjährt nicht seit 2012 jährlich eine Gedenkveranstaltung an dem Ort, an dem Mehmet Turgut am 25. Februar 2004 vom NSU ermordet wurde.Er wurde nur 25 Jahre alt. Auch in diesem Jahr soll dieses Erinnern nicht pausieren. Deshalb wird es auch in Greifswald die Möglichkeit geben
ENVER ŞIMŞEK,
ABDURRAHIM ÖZÜDOĞRU,
SÜLEYMAN TAŞKÖPRÜ,
HABIL KILIC,
ISMAIL YAŞAR,
THEODOROS BOULGARIDES,
MEHMET KUBAŞİK,
HALIT YOZGAT,
MICHÈLE KIESEWETTER und
MEHMET TURGUT
zu gedenken.

Wir werden ihre Namen auf den Fischmarkt schreiben und laden euch ab 16 Uhr zum individuellen Gedenken und Niederlegen von Kerzen und Blumen ein.

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