2011

08. – 10. Januar 2011
Greifswalder Neonazis nehmen an einer NPD-Ordnerschulung in Anklam teil. Unter ihnen auch die langjährigen Greifswalder Aktivisten Frank Förster und Frank Klawitter. Beide fielen bereits in der Vergangenheit durch Ordnertätigkeiten bei regionalen NPD-Aufmärschen auf.

18. April 2011
In den frühen Morgenstunden wurde eine kleine Gruppe von Leuten, die Plakate des Bündnisses „Greifswald Nazifrei“ verklebten, von drei Neonazis angegriffen. Die Leute konnten sich zum Glück rechtzeitig auf ihren Fahrrädern in Sicherheit bringen.

19. – 26. April 2011
In den Tagen vor dem 1. Mai tauchen vermehrt rechte Sprühereien in der Stadt auf. Meistens wird mit ihnen Bezug auf eine geplante Neonazidemonstration genommen und die Internetseite der NSG beworben.

27. April 2011
Gegen 04:20 Uhr wurde auf dem Hof des „Internationalen Kultur- und Wohnprojektes“ ein Auto angezündet. Die Flammen schlugen auch noch auf ein daneben stehendes Fahrzeug über, wurden jedoch rechtzeitig durch einen Bewohner bemerkt und gelöscht, bevor das Feuer auf das angrenzende Wohnhaus übergreifen konnte. Eine weitere Person musste mit einer Rauchvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Ebenfalls in dieser Nacht wurden in der Scheune eines alternativen Projektes bei Greifswald Strohballen in Flammen gesetzt. Auch hier konnte das Abbrennen des Gebäudes frühzeitig verhindert werden.

29. April 2011
Bei der Eröffnung einer KiK-Filiale in der Lomonossowallee verteilen 3 Neonazis Flyer für die NPD-Demonstration am 1. Mai in Greifswald. Desweiteren wurden am Marktkauf und im Elisenpark Flyer von Neonazis verteilt.

30. April 2011
Entlang der geplanten Route der NPD-Demonstration am 1. Mai hängen Mitglieder der DGB-Jugend Plakate gegen Neonazis auf. In der Makarenkostraße werden sie dann von bis zu 15 Neonazis angegriffen. Die Gruppe kann sich noch rechtzeitig in ein nahegelegenes Studierendenwohnheim retten.

Nur wenige Stunden später werden, ebenfalls in der Makarenkostraße, drei alternativ aussehende Menschen von Neonazis attackiert. Nach dem Übergriff musste eine Person im Krankenhaus behandelt werden.

24. – 25. Juni 2011
Drei Neonazis überfallen einen nicht-rechten Jugendlichen. Das Opfer wird mit Kopf- und Gesichtsverletzungen stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die Täter, die zuvor Aufkleber neonazistischen Inhalts verklebten und ein Hakenkreuz sprühten, entkommen unerkannt.

27. – 28. Juli 2011
Rund 25 Neonazis aus Greifswald und dem Umland hängen NPD-Plakate auf. Nahe des Hafens lösen sich mehrere vermummte und bewaffnete Neonazis aus der Gruppe und greifen zwei Punks an. Eines der beiden Opfer muss aufgrund seiner Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

30. Juli 2011
Rund 30 NPD´ler halten im Rahmen des Landtagswahlkampfs eine Kundgebung in Schönwalde II ab. Rund 170 Gegendemonstrant_innen und massiver Regen stören dieses Vorhaben empfindlich.

10. August
Rund 25 NPD´ler halten einen Infostand am Fischmarkt ab, dabei werden sie von ca. 150 Gegendemonstrant_innen eingekesselt und später aus der Stadt begleitet. Am Nachmittag unternimmt die NPD einen erneuten Anlauf in Schönwalde II. Auch hier stehen sie einer Überzahl an Gegendemonstrant_innen gegenüber. Auch der Chef der sächsischen NPD-Fraktion, Holger Apfel, beteiligt sich an den Infoständen.

16. – 17. August 2011
Unbekannte attackieren die Fassade des Jugenzentrums „Klex“. Die mit Farbe gefüllten Gläser beschmutzen unter anderem eine Regenbogenfahne der Initiative „Queerkompass“, sowie das Schaufenster des Infoladens „Zeitraffer“, das antifaschistische und linke Plakate zeigt. Der Sachschaden bleibt gering, die Täter entkommen unerkannt.

6. – 7. September 2011
Eine Gruppe von 10 bis 15 Neonazis zieht in der Nacht vom 6. auf den 7. September vor das Ikuwo und wirft, rechte Parolen gröhlend, NPD-Wahlkampfmaterial, sowie zerissene Flyer der Linkspartei vor den Eingangsbereich des „Internationalen Kultur- und Wohnprojekts“ (IKuWo). Die Unbekannten zeigen Schilder mit Aufschriften wie „Nazizone“ und „10 Jahre Pastörs.“
Später erstellt die Greifswalder Neonazigruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ unter dem Pseudonym „greifswald-info“ ein Youtube-Video in dem die nächtliche Versammlung als spontane „Wahlkampffeier“ anlässlich des Wiedereinzugs der NPD in das Mecklenburg-Vorpommersche Landesparlament dargestellt wird.

14. – 15. September 2011
Unbekannte beschmieren das JUZ „Klex“ mit neonazistischen Parolen und Kürzeln wie „NSHC“ und „Anti-Antifa“. Die Konzertverantsaltungsgruppe „just idiots, jus bullshit“ vermutet einen Zusammenanhang mit zwei geplanten Hardcore-Punk Veranstaltungen.

16. September 2011
Die Greifswalder Neonazis Marcus Gutsche und Nicole Breitsprecher, sowie der Rostocker Siegfried Hille und der aus Teterow stammende Reik Putzhun nehmen am „BalticSeaStore-Indoor Fest“ im JUZ Klex teil. Nachdem sie entdeckt werden, verweisen die Veranstalter sie des Hauses.

5. Dezember 2011
Etwa 70 Menschen protestieren in der Stadthalle gegen die Beteiligung der NPD bei der Kreistagssitzung. Im Verlauf der Sitzung werden 10-15 Neonazis übergriffig, sie bedrohen, schubsen und werden handgreiflich gegenüber den Protestierenden.

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